Gesundheit ist weit mehr als die reine Abwesenheit von Krankheit und Beschwerden. Laut Weltgesundheitsorga-nisation (WHO) wird der Begriff wie folgt definiert: „Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen, körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krank- heit und Gebrechen.“

 

Diesem ganzheitlichen Ansatz fühle auch ich mich bereits seit vielen Jahren verpflichtet. Die Erkenntnis beruht auf ganz per- sönlichen Erfahrungen. Mein persönlicher Lebensweg führte mich im Alter von 14 Jahren sehr früh in eine Welt, in der es für mich ums Überleben ging. Damals erhielt ich die Diagnose einer schweren entzündlichen Darmerkrankung, die lebens- bedrohliche Ausmaße annahm. Während meines insgesamt dreieinhalb monatigen stationären Aufenthalt in verschiedenen schulmedizinischen Kliniken, behandelten die Ärzte ausschließlich die Symptome anstatt Ursachenforschung zu betreiben. Mittlerweile auf etwas über 40 Kilo abgemagert, besann ich mich schon 1974 wohl unterbewusst auf andere Ansätze. Ich folgte von da an meinem Bauchgefühl – und zwar unabhängig von den Anweisungen der mich behandelnden Ärzte.

 

Im April 1985 folgte ein zweiter, lebensbedrohlicher Einschnitt in meinem Leben. Nach der Entbindung unseres Kindes erkrankte ich an Kindbettfieber (schwere innerliche Blutvergiftung), die in einer Nahtoderfahrung endete. Doch es brauchte noch einen weiteren schweren Schicksalsschlag, um mich erkennen zu lassen, was ich heute weiß.

 

Bei einem Verkehrsunfall 1990 erlitt unser damals dreijähriger Sohn Dennis ein schweres Schädelhirntrauma und fiel ins Koma. Niemand konnte damals sagen für wie lange, und ob er überhaupt jemals wieder daraus aufwachen würde. Ganz zu schweigen in welchem Zustand. Obwohl meine Mann und ich eine große Unterstützung erhielten, änderte sich kaum etwas am Zustand unseres Sohnes. Auch die damals übliche schulmedizinische Versorgung inklusive eines mehrmonatigen Reha-Aufenthalts brachte nur wenig bis gar keine Erfolge. Trotzdem ist während dieser Zeit etwas mit mir geschehen, das über mein damaliges Wissen und meine Glaubensvorstellungen hinaus ging. Gegen alle Widerstände entschloss ich mich schließlich dazu, die Reha unseres Sohnes in Zusammenarbeit mit einem Oberarzt und einer alternativ arbeitenden Physiotherapeutin selbst durchzuführen – und erlebte ein echtes Wunder! 2010 durften wir Dennis mit 23 Jahren in sein selbstbestimmtes Leben mit eigener Wohnung entlassen. Daraus resultiert mein heutiger fester Glaube, dass eine positive Veränderung in allen Lebenslagen möglich ist, und man sich nie mit dem „Gegebenen“ abfinden muss.

 

Ganz nebenbei legte ich mit dem dadurch erworbenen Wissen den Grundstein für mein eigenes neues Leben. Nachdem ich meine Erlebnisse in meinem Buch „Mein Anderer Weg. Dein Anderes Leben.“ veröffentlicht hatte, beschloss ich guten Gewissens diesen Weg weiterzugehen, um auch anderen Menschen in Not mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ich vertiefte mein Wissen durch zahlreiche ganzheitliche, psychotherapeutische und kinesiologische Fortbildungen.

 

Seit über drei Jahren arbeite ich nun bereits eigenständig und durfte seitdem zahlreiche Menschen in verschiedensten Lebenskrisen begleiten und unterstützen. Ein Teil meiner Klienten wird durch verschiedene therapeutische Einrichtungen an mich weitervermittelt. Alles, was ich meinen Klienten empfehle ist von mir selbst erprobt und angewendet worden, sprich meine Arbeit setzt sich zusammen aus gelerntem und gelebtem Wissen. Als Ansprechpartnerin für Menschen mit Handicap, helfe ich Ihnen außerdem seit einiger Zeit erfolgreich, sich für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Außerdem habe ich eine Selbsthilfegruppe „ Menschen zwischen den Welten“ gegründet. Sie soll eine Kontaktstelle sein sowohl für Menschen, die selbst unter Beeinträchtigungen leiden, als auch Familien, deren Kinder davon bedroht bzw. betroffen sind. Auch als Referentin unter anderem für Themen wie „Mein Gottgeheimnis“, „Wie finde ich den Sinn im Leben“, aber auch über meine Erfahrungen mit einem behinderten Kind und alles was zum Thema Behinderung dazu gehört, bin ich aktuell tätig.

 

Um mein Wissen stetig zu erweitern und zu aktualisieren, gehöre ich dem Therapeuten-Netzwerk Südoldenburg an, das von Hiltrud Witte in Cloppenburg gegründet wurde. Darüber hinaus stehe ich mit einer Vielzahl weiterer Institutionen, wie etwa der Norle (Normales Leben) in Kontakt. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich mir ein tolles Betätigungsfeld aufgebaut habe, in dem ich heute arbeiten darf, und dass mich sehr bereichert. Ich habe nichts gesucht es hat mich gefunden und dafür bin ich unsagbar dankbar.

 

 

Meine Erlebnisse nach dem Unfall meines Sohnes habe ich übrigens in einem Buch veröffentlicht. Unter dem Titel „Mein Anderer Weg. Dein Anderes Leben.“ (176 Seiten, gebunden) ist für 16,90 Euro hier erhältlich:

 

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Beate Ostermann

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